weil mir gestern so fad war am abend (nachwehen von der bereits berichteten introspektion) habe ich mir den dritten teil von herr der ringe (die rückkehr des königs) im w3 angesehen. bei all den schönen bildern und all den tollen landschaften und all der bombastischen gefühlsdramaturgie konnte mir nicht verborgen bleiben, dass elemente von teil 2 (die zwei türme) auch hier wieder fast deckungsgleich vorkommen: so etwa die ach so aussichtslose schlacht, die dann doch durch eine glückliche wendung des schicksals natürlich positiv für die menschen und hobbits ausgeht, war ja klar. die freundschaft zwischen sam und frodo und die prüfungen, die die beiden vom schicksal arg hergebeutelten wichte durchleben müssen, ist gut dargestellt, das hat mich bewegt, ehrlich zugegeben. dass hugo weaving, der agent smith aus der matrix reihe auch hier eine rolle spielt, die die worte "bestimmung" spricht und am ende ins licht fährt, hat mich ehrlich amüsiert. eine übergangsebene zwischen matrix und DHDR wäre für mich extrem lustig, und in meiner phantasie zeichnet sich soetwas bereits ab, irgendwie schade, dass in der grossen menge an schauspielern bei DHDR nur hugo w. in beiden filmen vorkommt, aber immerhin.
auch der special effekt, wo der böse geist sauron dann in die bedeutungslosigkeit implodiert hat viel von dem ultimativen endkampf zwischen smith und neo. fein, aber drei stunden ziehen sich hin, und die dramaturgie setzt m.e. an manchen stellen aus und schafft es nicht, mich weiterzubegeistern.
Unübersehbar bedeckt nun - was den Winter wieder etwas visuell anziehender macht - eine dichte Schneedecke die Landschaft. In der Nacht hatte die ganze Athmosphäre eine orange Konsistenz, das liegt wohl an den sich nicht verflüchtigen könnenden Orangeanteilen des elektrischen Lichtes, das sich dann gegen das sonst meist vorhandene Blau durchzusetzen vermag (s.o). Der Schnee, besonders wenn er so dicht und absolut ist, wie heute, ist sehr kreativitätsfördernd bei mir, könnte man ihn doch am ehesten mit einer grundierten Leinwand, oder einem weissen Blatt Papier vergleichen, das bearbeitet und gestaltet werden will. Auch die Beantwortung der Frage: "was liegt da darunter?" kann auf manigfaltigere Art geschehen als im Sommer, wenn alles offen da liegt. So sieht es jetzt im Garten aus (s.u.).