alles ist anders wie früher.
trotzdem ist alles gleich.
wie froh bin ich doch, dass ich dem tiefen tal der depressionen entstiegen bin.
früher, als ich noch "depressiv" war, erlebte ich auch viele dieser "dunklen" wochen- und enden, wo ich kaum aus dem bett kroch, nichts unternahm, mich in mir versteckte und nichts von dieser "gegen mich gerichteten welt" sehen wollte. ich kann mich gut erinnern.
heute war schon wieder so ein tag: schlafen bis 10, bisserl in den pc schauen, weiterschlafen bis 15 uhr, 16 uhr, dann wieder pc schauen, essen machen, jetzt wieder bisserl pc... kein schritt hinaus, keine anrufe tätigen, gedämpfte stimmung, leichte trauer, kein antrieb.
früher hätte mich das fertiggemacht, heute hat sogar diese nostalgische gequält passive melancholie etwas, das ich zu geniessen imstande bin.
was ist einsamkeit?: ich habe es offenbar vergessen, und das ist gut so.
"paradise is exaktly like, where you are right now,
only much, much ... BETTER!"
(Laurie Anderson, "Home of the Brave")
"And The Vampire was all that remained on the blood drowned creation. She attempted to regrow life from the dead. But as she was about to give the breath of life, she was consumed in the flame of The Phoenix and the cycle began again."
Some examples of the Vampire Form are Hades (Greek) and Isis (Egyptian).
The Vampire is associated with the concept of death, the number 9, and the element of fire.
Her sign is the eclipsed moon.
As a member of Form 9, you are a very realistic individual. You may be a little idealistic, but you are very grounded and down to earth. You realize that not everything lasts, but you savor every minute of the good times. While you may sometimes find yourself lonely, you have strong ties with people that will never be broken. Vampires are the best friends to have because they are sensible.
Habe eben mir die heute gekaufte DVD "Eyes Wide Shut", den letzten Film von Stanley Kubrick, angesehen. Obwohl ich Kubrick schon geschätzt, und einige seiner Filme schon ins Herz geschlossen habe ob ihrer präzisen Umsetzung und harten Bilder (2001, Uhrwerk Orange, Full Metal Jacket) - habe ich mir noch ein paar seiner Filme "aufgehoben", und heute war also sein letztes Werk dran.
Ausgelöst wurde der Zeitpunkt durch "Dogville" von dem ich schon berichtete, weil mich Nicole Kidman da wirklich als Schauspielerin in sehr hohem Umfang überzeugt hat. In Eyes Wide Shut spielt sie ja (damals noch mit ihm verheiratet) zusammen mit Tom Cruise das angepasste Ehepaar in New York, das (Kubrick ließ sich inspirieren von der Traumnovelle von Schnitzler) im Laufe einer Nacht in die Zwischenwelt von Traum und Realität, von sexuellen Phantasien und realer Imagination gerät. In dieser einen Nacht gerät das Leben der beiden bis dahin relativ sorglos dahinlebenden Eheleute ziemlich an die Grenze zum Ende von allem was derzeit in deren Leben "da" und "gesichert" ist und die Inszenierung der seltsamen Gesellschaft von High-Society-Maskenträgern, in die der Mann eindringt, ist schon in einer weise kongenial und traumgemahnend umgesetzt, die mich ein bisserl an Ecos "Focoultsches Pendel" erinnert hat.
In dem Film gibt es einige Momente, die diesen Zwischenbereich von Realität und Traum beschwören, wo man es fühlt, dieses völlig Ungewisse, Unklare, Schwebende, Mögliche.
Vielleicht aber berührt mich der Film auch nur gerade in meiner derzeitigen Stimmungslage so besonders.
Wenn es für einen Film einen absolut richtigen Zeitpunkt in meinem Leben gibt, dann war dieser Zeitpunkt heute für "Eyes Wide Shut".